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// Editorial: sparfüchse //

Was haben Länder wie die ­Seychellen, Montenegro und Gambia oder Kasachstan und Usbekistan gemeinsam? ...

... Möglicherweise fällt Ihnen so schnell keine, zumindest keine positiv geartete Antwort ein. Ich wiederum habe eine für Sie: Dort hat sich in den letzten zehn Jahren die Wissenschaftsfreiheit verbessert. Man staune, zumal es sich bei den beiden Letztgenannten um Autokratien handelt.  Dennoch sorgen sie für eines der erfreulicheren Ergebnisse des neuen Academic Freedom Index (AFI), der im März vorgestellt wurde. Insgesamt gesehen jedoch befindet sich die Wissenschaftsfreiheit im Sinkflug. In 22 Ländern mit mehr als der Hälfte der Weltbevölkerung hat sie sich gegenüber 2012 signifikant verschlechtert. Neben China, Indien und Brasilien stehen auch die USA auf der Absteigerliste. Im Interview warnt Katrin Kinzelbach davor, dass wir uns nun – sozusagen als Reflex auf die zunehmenden globalen Verwerfungen – zu einer europäischen Definition von Wissenschaftsfreiheit „hinreißen“ lassen. Für die AFI-Projektleiterin steht fest: „Ich denke, dass wir in der Wissenschaft ein gemeinsames Verständnis davon brauchen, dass Wissenschaftsfreiheit unabdingbar ist.“ 

Ein anderes Thema, mit dem wir uns alle und eben auch die Menschen an den Hochschulen „unabdingbar“ beschäftigen müssen, ist der ressourcenschonendere Umgang mit Energie. Energie, vor allem bezahlbare, ist zu einem knappen Gut geworden. Dass Energie gespart werden muss, ist nichts Neues, der Appell jedoch verhallte oftmals oder wurde nur halbherzig angenommen. Jetzt aber, wo es wehtut, wo es tiefe Löcher in die Kassen reißt, schalten nicht nur die Privathaushalte, sondern auch die öffentlich alimentierten Wissenschaftseinrichtungen auf Sparflamme. Wie sie dies tun und wo die Sparfüchse an den Hochschulen am erfolgreichsten agieren, um Kosten zu senken und gleichzeitig nachhaltig den Energieverbrauch einzudämmen, erfahren Sie im DUZ THEMA. Sie werden staunen, wie viel Erfindungsreichtum und unbürokratisches Vorgehen die Energiekrise bei den Verantwortlichen freisetzt, oft unterstützt von findigen Mitarbeitern und Studierenden, die ihr Wissen und ihre Ideen gerne einspeisen. Man muss sie nur fragen, ernst nehmen und machen lassen. 

Apropos ernst nehmen: Der Sozialpsychologe Hans-Jürgen Wirth möchte Politiker dafür sensibilisieren,  Gefühle mehr wahrzunehmen und zur Sprache zu bringen – sowohl die eigenen als auch die der Bevölkerung. Im Interview erläutert er, wie Gefühle die Politik beeinflussen, wie sie von Populisten missbraucht werden und warum es nötig ist, dass Politiker eine Gesprächskultur vorleben, die Ressentiments und Hass Einhalt gebietet. 

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